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Grundakkorde lernen: die ersten acht Akkorde in der richtigen Reihenfolge

Em, Am, C, G, D, E, A und Dm. Welche Akkorde du zuerst lernst, in welcher Reihenfolge, und wie du sie sauber greifst. Mit Übungen für den Wechsel.

Acht Akkorde reichen für die meisten Songs, die du kennst. Nicht hundert, nicht zwanzig. Acht. Und du lernst sie nicht alle auf einmal, sondern in einer Reihenfolge, bei der jeder neue Akkord auf dem vorigen aufbaut. Vorher aber: Gitarre stimmen. Ein sauber gegriffener Akkord auf einer verstimmten Gitarre klingt schief, und du wirst denken, es liegt an dir. Das Stimmgerät läuft direkt im Browser.

Die Reihenfolge

1. E-Moll (Em). Zwei Finger, alle sechs Saiten dürfen klingen. Der leichteste Akkord auf der Gitarre und trotzdem einer, der in tausend Songs vorkommt.

2. A-Moll (Am). Drei Finger, dieselbe Form wie Em, nur eine Saite höher, plus ein Finger dazu. Die tiefe E-Saite bleibt stumm.

3. C-Dur (C). Von Am aus rutscht nur der Ringfinger auf die A-Saite, dritter Bund. Der Wechsel Am–C ist deshalb einer der ersten, die klappen.

4. G-Dur (G). Der erste Akkord, bei dem die Finger weit auseinander liegen. Es gibt zwei gängige Griffe; nimm den mit Ringfinger und kleinem Finger auf der hohen E- und H-Saite, dann fällt der Wechsel nach C und D später leichter.

5. D-Dur (D). Ein kleines Dreieck auf den drei hohen Saiten. Die tiefen zwei Saiten bleiben stumm.

6. E-Dur (E). Wie Em plus ein Finger auf der G-Saite, erster Bund.

7. A-Dur (A). Drei Finger nebeneinander im zweiten Bund. Eng, aber machbar.

8. D-Moll (Dm). Wie D, nur der Zeigefinger rutscht einen Bund zurück.

Auf jeder Akkordseite findest du den Fingersatz, die Töne und Alternativen. Die acht hier sind die offenen Grundgriffe, also ohne Barré. F-Dur und H-Moll kommen später, dazu gibt es einen eigenen Artikel.

So greifst du sauber

Die häufigste Ursache für schnarrende oder stumme Saiten ist nicht zu wenig Kraft, sondern die Position der Finger.

  • Dicht hinter dem Bundstäbchen greifen, nicht in der Mitte des Bundes. Dann brauchst du deutlich weniger Druck.
  • Mit der Fingerkuppe drücken, senkrecht auf die Saite, nicht mit der Fingerfläche. Sonst berührst du die Nachbarsaite und die ist stumm.
  • Daumen hinter den Hals, etwa auf Höhe des Mittelfingers. Nicht über den Hals hängen.
  • Nägel der Greifhand kurz. Mit langen Nägeln geht es nicht, das ist keine Frage der Übung.

Teste jeden Akkord Saite für Saite: einmal von oben nach unten alle sechs Saiten einzeln anschlagen. Jede muss klar klingen. Schnarrt eine, verschieb den Finger etwas näher an den Bund.

Akkorde blind spielen

Das Ziel ist nicht, den Akkord zu kennen, sondern ihn zu greifen, ohne hinzusehen. Dafür gibt es eine einfache Übung: Akkord greifen, anschlagen, Hand komplett vom Hals nehmen, kurz warten, denselben Akkord wieder greifen. Zehnmal. Dann der nächste Akkord. Nach ein paar Tagen finden die Finger die Position von selbst.

Schwerer und wichtiger ist der Wechsel zwischen zwei Akkorden. Fang mit Em–Am an, dann Am–C, dann C–G. Erst ohne Anschlag, nur die Finger hin und her, langsam. Wenn das ohne Denken geht, kommt das Metronom dazu. Die Akkordwechsel-Übung macht genau das mit dir.

Was du damit spielen kannst

Mit Em, Am, C und G spielst du zum Beispiel Zombie, Knockin' on Heaven's Door und Let It Be in einer Tonart, die zu diesen Griffen passt. Eine Liste mit Songs, die nur diese Akkorde brauchen, steht hier: Songs mit vier Akkorden.

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge lerne ich die Akkorde am besten? Em, Am, C, G, dann D, E, A, Dm. Jeder Akkord ist eine kleine Änderung des vorigen. Nimm dir pro Akkord zwei bis drei Tage, bevor der nächste dazukommt.

Wie lange dauert es, bis ein Akkord sitzt? Greifen: ein paar Tage. Sauber greifen, ohne hinzusehen: ein bis zwei Wochen. Im Wechsel und im Tempo: mehrere Wochen. Das ist bei allen so.

Warum schnarrt die Saite? Fast immer, weil der Finger zu weit vom Bundstäbchen entfernt ist oder die Nachbarsaite berührt. Selten, weil zu wenig Druck da ist.

Muss ich F-Dur lernen? Irgendwann ja, für viele Songs. Aber nicht in der ersten Woche. F ist der erste Barré-Akkord und braucht Kraft, die sich erst mit den offenen Akkorden aufbaut.

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