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Gitarren-Fachwörter: das Glossar

Was bedeuten Barré, Bund, Sattel, Kapodaster, Hammer-on, Palm Mute und Saitenlage? Das Glossar mit den Begriffen, die dir beim Gitarre lernen begegnen.

Wenn in einem Video „mit Palm Mute im fünften Bund, dann Hammer-on auf die Terz" gesagt wird, hilft nur ein Glossar. Hier sind die Begriffe, die dir beim Lernen begegnen, kurz erklärt und alphabetisch sortiert. Die wichtigsten haben einen eigenen Artikel, der ist dann verlinkt.

Die Gitarre selbst

Bund (Bundstäbchen): Die Metallstäbe auf dem Griffbrett. „Im dritten Bund greifen" heißt: den Finger dicht hinter das dritte Stäbchen setzen. Jeder Bund ist ein Halbton.

Cutaway: Ausschnitt im Korpus neben dem Hals, damit die Hand die hohen Bünde erreicht.

Griffbrett: Die Holzfläche auf dem Hals mit den Bünden.

Halsstab (Trussrod): Eine Metallstange im Hals, die die Krümmung ausgleicht. Wird bei der Einstellung der Gitarre justiert, nicht selbst dran drehen.

Kopfplatte: Das Ende des Halses mit den Mechaniken.

Korpus: Der Körper der Gitarre. Bei Akustikgitarren hohl mit Schallloch, bei E-Gitarren meist massiv.

Mechanik (Stimmwirbel): Die Drehknöpfe an der Kopfplatte, mit denen du stimmst.

Mensur: Die schwingende Saitenlänge vom Sattel bis zum Steg, meist 63 bis 65 cm. Kürzere Mensur = weniger Saitenspannung = leichter zu greifen.

Saitenlage: Der Abstand zwischen Saiten und Griffbrett. Hohe Saitenlage ist schwer zu greifen, zu tiefe schnarrt. Lässt sich einstellen.

Sattel: Das kleine Plättchen zwischen Griffbrett und Kopfplatte, über das die Saiten laufen. Der „nullte Bund".

Steg (Brücke): Die Halterung der Saiten auf dem Korpus.

Tonabnehmer (Pickup): Der Magnet unter den Saiten einer E-Gitarre, der die Schwingung in Strom wandelt.

Saiten und Stimmung

Leersaite: Eine Saite, die ohne Greifen angeschlagen wird. Im Griffbild ein O.

Standardstimmung: E A D G H E, von dick nach dünn. Anleitung zum Stimmen.

Drop D: Die tiefe E-Saite einen Ganzton tiefer auf D. Eigener Artikel.

Saitenstärke: Der Durchmesser der Saiten in Tausendstel Zoll (009, 010, 012). Erklärt bei den Gitarrensaiten.

Kapodaster (Capo): Eine Klemme, die alle Saiten in einem Bund abdrückt. Damit spielst du dieselben Griffe in einer höheren Tonart.

Plektrum (Pick): Das Plättchen zum Anschlagen der Saiten.

Akkorde und Harmonie

Akkord: Mindestens drei Töne gleichzeitig. Grundlage der Begleitung. Alle Akkorde: /akkorde.

Dur / Moll: Die zwei Grundgeschlechter. Dur klingt hell, Moll dunkel. Der Unterschied ist ein einziger Ton, die Terz.

Grundton: Der Ton, nach dem ein Akkord benannt ist. Bei C-Dur das C.

Terz, Quinte, Septime: Die Töne eines Akkords, gezählt vom Grundton. Dreiklang = Grundton, Terz, Quinte. Septakkord = plus Septime.

Barré: Ein Finger drückt mehrere Saiten gleichzeitig, meist der Zeigefinger als beweglicher Sattel. Erklärt bei den Akkorden für Fortgeschrittene.

Grundgriff (offener Akkord): Ein Akkord mit Leersaiten in den ersten Bünden. Die ersten Akkorde, die man lernt. Für Anfänger.

Griffbild (Akkorddiagramm): Die Zeichnung, die zeigt, wo die Finger hingehören.

Powerchord: Zwei- oder Dreiklang aus Grundton und Quinte, ohne Terz. Weder Dur noch Moll. Eigener Artikel.

sus (suspended): Ein Akkord, bei dem die Terz durch Sekunde (sus2) oder Quarte (sus4) ersetzt ist.

Slash-Akkord: Schreibweise wie D/Fis: Akkord D mit Fis im Bass.

Tonleiter: Die Töne einer Tonart in Reihenfolge. Aus ihr entstehen die Akkorde. Alle Tonleitern.

Tonart: Das Tonmaterial eines Stücks, zum Beispiel G-Dur oder A-Moll.

Umkehrung: Derselbe Akkord mit einem anderen Ton als tiefstem Ton.

Transponieren: Ein Stück in eine andere Tonart verschieben. Mit dem Kapodaster geht das, ohne neue Griffe zu lernen.

Techniken

Anschlag (Strumming): Mehrere Saiten in einer Bewegung mit Plektrum oder Fingern anschlagen.

Schlagmuster: Die Abfolge von Ab- und Aufschlägen. Übungen.

Zupfen (Fingerpicking): Einzelne Saiten mit den Fingern der Anschlagshand.

Hammer-on: Ein Ton wird nur durch Aufschlagen des Greiffingers erzeugt, ohne neuen Anschlag.

Pull-off: Das Gegenteil: Der Finger zieht die Saite beim Loslassen an, sodass der tiefere Ton klingt.

Slide: Der Finger rutscht auf der Saite von einem Bund zum anderen.

Bending: Die Saite wird quer über das Griffbrett gezogen, der Ton steigt. Eigener Artikel.

Vibrato: Schnelles, kleines Schwanken der Tonhöhe durch Bewegung des Greiffingers.

Palm Mute: Der Handballen der Anschlagshand liegt leicht auf den Saiten am Steg, der Ton wird kurz und dumpf. Typisch bei Powerchords.

Flageolett (Harmonics): Glockenartige Obertöne, wenn du die Saite über dem 5., 7. oder 12. Bund nur berührst und anschlägst.

Akkordwechsel: Der Übergang von einem Akkord zum nächsten. Das, was am längsten dauert. Übung.

Rhythmus

Takt: Die Einheit, in die Musik eingeteilt ist, meist vier Schläge (4/4).

BPM: Schläge pro Minute, das Tempo. 60 BPM ist ein Schlag pro Sekunde.

Metronom: Das Gerät (oder die App), das die Schläge vorgibt. Der beste Übepartner, den es gibt.

Groove: Das rhythmische Gefühl eines Stücks, das, was zum Mitwippen bringt.

Riff: Eine kurze, wiederkehrende Tonfolge, oft der Wiedererkennungswert eines Songs.

Lick: Eine kurze melodische Phrase, meist im Solo.

Shuffle: Ein Rhythmus, bei dem Achtel ungleich lang gespielt werden (lang-kurz). Der Blues-Rhythmus.

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Gitarre lernen: der Weg in der richtigen Reihenfolge 🎸

Vom Stimmen über die ersten vier Akkorde bis zu Powerchords und Bending. Alle Ratgeber, Übungen und Akkorde in einer sinnvollen Reihenfolge.